Seit dem Abschied von einem nahen Menschen sitze ich immer wieder vor einem leeren Blatt und schaffe es einfach nicht, einen passenden Dank zu formulieren. Ich möchte niemanden mit Floskeln abspeisen, aber mir fehlen gerade die richtigen Worte. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass ich den Menschen, die da waren, unbedingt zeitnah ein Zeichen geben sollte. Wie habt ihr das persönlich gemacht: eher kurz und schlicht, oder doch mit ein paar Sätzen Erinnerung an den Verstorbenen?
Ich habe gemerkt, dass mir ein kurzer, ehrlicher Text am meisten entspricht, ohne mich zu überfordern. Statt „Danke für alles“ habe ich lieber konkret erwähnt, was mir geholfen hat – zum Beispiel ein Anruf, das Dasein bei der Trauerfeier oder eine stille Nachricht.
Sehr geholfen hat mir dabei https://www.redegold.de/danksagungskarten-trauer-persoenliche-dankeskarten-als-zeichen-stiller-verbundenheit , weil ich dort viele Formulierungsbeispiele gefunden habe, die nicht kitschig wirken. Ich habe mir daraus keine Vorlage 1:1 kopiert, sondern eher Satzbausteine genommen und sie in meine Sprache übersetzt.
Am Ende wurde es ein mittellanger Text: ein Dank, ein Satz über den Verstorbenen, und ein ruhiger Abschluss. Für enge Menschen habe ich zusätzlich handschriftlich noch einen persönlichen Halbsatz ergänzt.
Das hat sich für mich würdevoll angefühlt und war gleichzeitig machbar. Und ich hatte danach das Gefühl, den vielen Gesten der Unterstützung wirklich gerecht geworden zu sein.