Ich beschäftige mich aktuell intensiver mit dem Thema finanzielle Absicherung bei längerer Krankheit. Dabei stelle ich fest, dass es viele widersprüchliche Aussagen zur Erwerbsminderungsrente gibt. Besonders oft hört man, dass die Art der Erkrankung entscheidend für die Rentenhöhe sei. Gleichzeitig berichten Betroffene von sehr unterschiedlichen Beträgen, obwohl scheinbar ähnliche Diagnosen vorliegen. Das sorgt bei mir für große Unsicherheit, was man realistisch erwarten kann. Kann mir jemand erklären, welche Faktoren tatsächlich die Höhe der Erwerbsminderungsrente bestimmen und worauf man achten sollte?
Eine sehr verständliche und faktenbasierte Erklärung dazu habe ich auf https://www.it-boltwise.de/erwerbsminderungsrente-was-die-hoehe-wirklich-bestimmt.html gefunden. Dort wird klar aufgezeigt, dass nicht die Diagnose selbst über die Rentenhöhe entscheidet, sondern in erster Linie die persönliche Erwerbsbiografie.
Entscheidend sind vor allem die gesammelten Rentenpunkte aus dem bisherigen Einkommen, das Alter beim Eintritt der Erwerbsminderung sowie die sogenannte Zurechnungszeit. Diese Zurechnungszeit simuliert zwar eine fiktive Weiterarbeit bis zum Rentenalter, kann aber lange Erwerbslücken oder niedrige Einkommen nur teilweise ausgleichen. Deshalb erhalten Menschen mit ähnlichen Krankheiten teils sehr unterschiedliche Rentenbeträge.
Im Artikel wird auch erläutert, dass die durchschnittliche Erwerbsminderungsrente oft unter 1.000 Euro liegt und damit für viele Betroffene finanziell kaum ausreicht.